(Letzte Aktualisierung 10.02.2011)
CHRONIK 1897 - 2010

Die Zimmerschützengesellschaft Tading wurde im November 1897 gegründet.
Die erste Vorstandschaft war:
1. Vorstand: Strobl Willibald, Forstern
1. Schützenmeister: Josef Eicher, Forstern
2. Schützenmeister: Grill Sebastian, Tading
Kassier: Wohlmuth Anton, Tading
Schriftführer: Scheichl Johann, Forstern
Das Protokoll zu dieser Gründung ist vom königl. Bayer. Bezirksamt Erding am 30. Dezember 1.897 unterzeichnet.
Von 1903 bis 1907 war Josef Huber, Tading 1. Vorstand.
Von 1907 bis 1911 war Josef Pronold, Tading 1. Vorstand.
Von 1911 his 1913 war Kaspar Nominacher, Forstern 1. Vorstand.
Von 1913 his 1928 war Josef Oskar, Wetting 1. Vorstand.
Von 1928 an war Franz Pronold, Tading 1. Vorstand.
Am 6. 1. 1929 fand der erste Schützenball in Tading start, verbunden mit einer Christbaumversteigerung. Aus dem Reinerlös wurde ein Zimmerstutzen gekauft.
Am 15. 11. 1930 wurde der Beschluss gefasst, dass für jedes Mitglied bei Hochzeit ein Geschenk und bei Sterbefall ein hl. Amt oder ein Kranz gestiftet wird.
Die Mitgliederzahl betrug 1931 bereits 36 Mitglieder. Der Verein unternahm in dieser Zeit schon Ausfluge and besuchte häufig die Fahnenweihen in der Umgebung.
Der Verein entschloss sich nun selbst eine neue Fahne anzulegen.

Am Sonntag, den 19. Juli 1936 fand die Fahnenweihe unserer neuen Schützenfahne in der Wallfahrtskirche in Tading statt. Es waren 40 Vereine mit ihrer Fahne erschienen. Die Begrüßungsansprache hielt der Schriftführer Friedrich Gaigl, Tading. Die Festpredigt hielt Herr Hochwürden Pfarrer Falkner, Buch am Buchrain. Die Weihe der neuen Fahne vollzog Hochwürden Herr Expositus Irl, Reithofen sowie auch den Festgottesdienst.
Am Nachmittag konnte der Festzug wegen einsetzendem Regen nicht mehr stattfinden. Schützenmeister Pronold hielt die Festansprache im Festzelt.
Ferner sprach Gauschützenmeister. Schonberger, Erding and Gauschützenmeister
Votz, Sauschütte vom Gau Ebersberg.
Patenverein war der Schützenverein Hörlkofen. Fahnenbraut war Kathi Eicher, Wetting.
Die Festjungfrauen waren: Amalie Huber, Tading; Fanny Ruf, Tading; Babette Wohlmuth, Tading. Fahnenjunker waren: Georg Gaigl, Tading; Martin Loidl, Mitterbuch; Ludwig Mittermaier, Tading.
1936 beteiligte sich unser Schützenverein mit der neuen Fahne und sechs Kameraden am Oktoberfestzug durch die Stadt München.
Am 12. Juli 1937 stellte der Gastwirt Franz Maur, Tading der Schützengesellschaft „Edelweiss" Tading ein Grundstück zum Bau eines Kleinkaliberschiessstandes zur Verfügung.
Am 12. Oktober 1937 wurde der neue Schiessstand in Betrieb genommen.
Mit der Aufnahme des Vereins in das Vereinsregister beim Amtsgericht am 17. Februar 1938 wurde er ein e.V. Verein. Der Verein nannte sich nun Schützengesellschaft Edelweiss Tading e.V.
Nach den Kriegsjahren von 1945 an bis 1950, war ein Stillstand im Vereinsleben. 1950 wurde wieder eine Versammlung abgehalten, in der beschlossen wurde, da das Zimmerstutzenschiessen verboten war, ein Luftgewehr zu kaufen and den Schiessbetrieb wieder aufzunehmen. Nun wurden auch wieder die Feste der umliegenden Vereine besucht.
Der Verein lies sich 1951 die Schützenkette von Anton Bold, Isen anfertigen. Die Silbermünzen, die zum größten Teil über 200 Jahre alt sind, wurden alle gestiftet.
1952 stellte der Verein in Forstern einen Maibaum auf mit anschließendem Maitanz.
Am 29. Juni 1952 übernahm unser Verein die Patenschaft bei der Fahnenweihe des Schützenvereins „Eichengrün" Karlsdorf. Unsere drei Festjungfrauen Lina Pronold, Herta Augustin aus Tading and Fanny Stanner aus Sinsöd überreichten das Patenband.
Am 21. August 1955 fand in Nürnberg das Bayer. Meisterschaftsschiessen auf Luftgewehr statt. Es beteiligten sich Leonhard Regauer and Rudolf Emmerich, Pullach. Leonhard Regauer wurde 2. Bayer. Meister. Rudolf Emmerich kam auf Platz 4.
Am 9. Oktober 1955 beteiligten sich bei den Deutschen Meisterschaften auf Luftgewehr in Nürnberg Leonhard Regauer, Tading and Rudolf Emmerich, Pullach bei dem Wettschiessen. Mit 576 Treffern kam Emmerich auf den 2. Platz and Regauer mit 562 Treffern auf Platz 8.
Am 24. 11.1962 trat der 1. Schützenmeister Franz Pronold aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Bei der Neuwahl wurde Leonhard Regauer 1. Schützenmeister. Franz Pronold wurde für seine großen Verdienste für den Verein zum Ehrenschützenmeister ernannt.
In der Eicher-Waldung in Wetting veranstaltete der Schützenverein 1960 das erste Waldfest. Das Fest wurde für alle ein Erfolg and es wurde beschlossen, jedes Jahr ein Waldfest abzuhalten.
Nach dem Abbruch des alten Schützenhauses hatte am 30. Juni 1967 Tading einen großen Tag. Die Einweihung des neuen Schützenhauses mit KK-Anlage. Nach dem Festgottesdienst, den Pfarrer Riedmaier abhielt, bewegte sich der Schützenzug zum Schützenhaus, wo anschließend die Einweihung stattfand.
Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war das Gauschiessen 1971 in Fitting. Dort gelang es dem Schützenkameraden Konrad Gnadler, die Gau-Konigswürde nach Tading zu holen.
Unter der Leitung von Konrad Gnadler wurde 1975 der KK-Stand schallisoliert, mit dem Ergebnis, dass die Nachbarn durch das Schiessen auf dem KK-Stand von dem Lärm deutlich weniger belästigt wurden.
Der 3. März 1976 war für die Edelweissschützen ein besonderer Trauertag. Ehrenschützenmeister Franz Pronold, der 35 Jahre Schützenmeister und Träger des Ehrenzeichens für 50jahrige Mitgliedschaft in Gold war, wurde zu Grabe getragen.
Da die Schützenkameraden ihre Anzüge erneuern wollten, wurde vom Bekleidungshaus Gruber in Erding eine Vorführung verschiedener Anzüge durchgeführt. Danach wurde von den Kameraden ein Trachtenanzug ausgewählt und im Laufe des Jahres 1979 angeschafft.
Aufgrund des 85jahrigen Jubiläums, das dem Verein 1982 bevorstand, wurde 1979 die Fahne in die Fahnenstickerei M. Kossinger nach Schierling zur Erneuerung der Stickereien and Bänder gegeben. Am 5. 1. 1980 war es dann so weit, die Fahne war erneuert and konnte in Schierling abgeholt werden.
Vom 25. bis 27. Juni 1982 konnten die Schützen ihr 85jahriges Gründungsfest mit Fahnenweihe feiern. Trotz sehr schlechten Wetters konnte man am Ende mit dem Ausgang zufrieden sein.
Im September 1982 wurde bei den Edelweiss-Schützen ein neuer Verein ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Erhard Baumgartner wurden die Bollerschützen als Unterordnung von Edelweiss Tading e.V. ins Vereinsregister eingetragen.
Zum Wörl-Saal nach Forstern kamen am 12. März 1987 die Hubertus-Schützen aus Hörlkofen zum Patenbitten. Edelweiss Tading hat selbstverständlich die Patenschaft übernommen.
Die Edelweiss-Schützen hatten am 22. Oktober 1987 einen Trauertag. Ehrenkassier Josef Gaigl wurde im Alter von 87 Jahren zu Grabe getragen. Er war 60 Jahre Mitglied and 40 Jahre Kassier.
Zur Hörlkofener Fahnenweihe am 3. Juli 1988 waren die Edelweiss-Schützen als Patenverein stark vertreten. Mit ca. 60 Schützen and Schützenlieseln sowie den Bollerschützen wurde ins Zelt einmarschiert.
Bei der Jahresversammlung im November 1988 wurde Erhard Baumgartner zum Ehrenkommandant der Bollerschützen ernannt, da er nach schwerer Krankheit sein Amt nicht mehr ausüben konnte. Als Nachfolger wurde Martin Huber von den Mitgliedern gewählt.
Nach langer Beratung wurde beschlossen, dass das Vereinsheim in Tading erweitert werden muss. Im Frühjahr 1990 hat der 1. Schützenmeister, Leonhard Regauer, die ersten Planungsabschnitte in die Wege geleitet.
Im Herbst 1993 begann man mit den Arbeiten am neuen. Vereinsheim.
Die Schützenjugend führte am 9. September 1995 im Gaigl-Stadl in Tading ihre erste Disco-Party unter dem Motto "Big Trouble" durch. Es wurde ein großer Erfolg. Darum wurde beschlossen, dass jedes Jahr an Pfingsten so eine Party stattfinden soll.
Bei der Generalversammlung am 3. November 1995 stellte unser langjähriger 1. Schützenmeister, Leonhard Regauer, aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung. Als
1. Schützenmeister wurde Egon Regauer,
2. Schützenmeister Martin Huber and
3. Schützenmeister Franz Pronold
von den Mitgliedern einstimmig gewählt.
Nach Konrad Gnadler, der auf Luftgewehr 1972 die Gaukönigswürde nach Tading holte, konnte nun durch den 1. Schützenmeister Egon Regauer am 28. 6. 96 erneut die Gaukette in Luftpistole von einem Edelweiss-Schützen gewonnen werden.
Nach knapp 3 Jahren Bauzeit wurde im September 1996 der neue Luftgewehr-Stand von einem Sachverständigen abgenommen and im selben Monat wurde der Schiessbetrieb wieder aufgenommen. Die Jahreshauptversammlung am 15. November 1996 fand im neuen Schützenheim statt.
Die ersten Könige, die im neuen Vereinsheim ausgeschossen wurden, waren auf Luftgewehr Markus Regauer and auf Pistole Klaus Loidl.
Im Juni 1997 wurde das 100jährige Gründungsfest mit der Einweihung des neuen Schützenheims gefeiert. In der Festwoche vom 19. bis 23. Juni 1997 konnten im Festzelt viele Gäste in Tading begrüßt werden. Unser Festwirt Herr Heinrichsberger aus Aschau am Chiemsee hatte ein sehr ansprechendes Festprogramm zusammen mit den Schützen erstellt.
Da die Schützenkameraden ihre Vereinskleidung erneuern wollten, wurde von den Mitgliedern ein neuer Trachtenanzug ausgewählt und im Laufe des Jahres 1997 angeschafft.

Unter der Leitung von Loidl Martin jun. aus Mitterbuch wurde 2001/2002 unser geschlossener Großkaliberstand bis zu einer Geschossenergie von 1500 Joule ausgebaut. Die Abnahme durch den Sachverständigen Herr Stiefel erfolgte am 10.01.2003.
Im Juni 2004 wurde durch Herrn Pfarrer Streitberger der neue Großkaliberstand feierlich eingeweiht. Die anschließende kleine Feierlichkeit fand im Schützenheim im kleineren Rahmen statt.
Im Oktober 2004 wurde erstmals eine KK-Sportpistolenmannschaft gemeldet. Die gemeldete Mannschaft konnte sich durch sehr ansprechende Leistungen gleich in der Bezirksliga 2 etablieren und belegte bereits im ersten Jahr einen Platz unter den ersten Mannschaften.
Im September 2007 feierten die Böllerschützen Tading ihr 25-jähriges Bestehen. Der Festtag wurde durch eine feierliche Messe in der Tadinger Kirche begangen. Nach der Messe wurde mit einem Schützenzug der Sektionsvereine und der Ortsvereine in die Gaigl-Halle eingezogen. Es fanden Ehrungen der Gründungsmitglieder durch den Gauschützenmeister Herrn Burgholzer statt. Da unser Ehrenböllerkommandant Baumgartner Erhard aus gesundheitlichen Gründen an der Feier nicht teilnehmen konnte, wurde ihm die Ehrung bei einem Hausbesuch durch Herrn Burgholzer noch am gleichen Tag übergeben. Das am Montag stattfindende Kesselfleischessen war sehr gut besucht und beendete die Feierlichkeiten.
2007 wurde unter der Leitung von Radeck Peter das Bogenschießen im Schießbetrieb integriert. Nicht nur von der Jugend wurde dieser für die Edelweiß-Schützen neue Sport gut angenommen, auch von den älteren Mitgliedern wird der Sport gut genutzt.
Ein sportlicher Höhepunkt war der Aufstieg der Sportpistolenmannschaft 2008 in die erste Bezirksliga. Die Schützen Rösele Alfons, Bottesch Erich, Regauer Egon, Eberl Franz und Regauer Markus waren an dem Aufstieg beteiligt.
Am 30.07.2008 haben die Tadinger Bollerschützen ihren Ehrenböllerkommandanten Baumgartner Erhard zu Grabe getragen. Zahlreiche Böllerschützen, sowie die Fahnenabordnung haben ihn bei seinem letzen Weg begleitet.
Ein weiterer sportlicher Höhepunkt war 2009 der Aufstieg der Luftpistolenmannschaft in die Bezirksliga. Noch nie hatten die Edelweiß-Schützen eine Luftpistolenmannschaft in der Bezirksliga. Die Schützen die den Aufstieg geschafft haben, waren Gaigl Franz jun., Rösele Alfons, Regauer Markus und Regauer Egon.
Mit einem weiteren Aufstieg der Luftpistolenmannschaft in die Oberbayernliga im Jahre 2010 konnte der Verein einen weiteren sportlichen Erfolg feiern. Da in dieser Liga mit 5 Mann geschossen wird, wurde die Mannschaft durch Eberl Franz ergänzt.
