Der Bogen - Ausrüstung für das
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Die 1. Formel für den Erfolg:
Formel 1: 100 % Erfolg = 80% Schütze + 20% Materia
(Seite im Aufbau, zuletzt aktualisiert am 07.12.2010)
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- Der Bogen
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Der Bogen ist eine einfache Maschine. Durch ziehen und verbiegen der Wurfarme über die Sehne nimmt er wie eine Feder Energie auf, nach dem Lösen gibt er die Energie wieder ab, in unserem Fall an den Pfeil.
Wird die Sehne ohne Pfeil gelöst, muss der Bogen die komplette Energie wieder auf nehmen, was zu seiner Zerstörung führen kann. Somit bitte Bogen nie nie leer lösen.
Minimum Gewicht des Pfeils sollte 8 Grain pro lbs Zugkraft sein, ist der Pfeil zu leicht, kann der Bogen die Energie nicht vollständig abgeben, und zerstört werden.
Es gibt Bögen zum Verschrauben, Stecken oder aus einem Stück. Egal wie der Bogen ausschaut, er besteht aus 3 Teilen:
- unterer Wurfarm
- Mittelstück
- oberer Wurfarm
Die Wurfarme besitzen an den Enden Einkerbungen, in welchen die Sehne gespannt wird. Danach wäre der Bogen eigentlich einsatzbereit.
Aber schauen wir uns die einzelnen Teile einmal genauer an.
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Am Griffstück wird der Bogen gehalten. Das Griffstück hat im Laufe der Zeit viele Änderungen durchgemacht. Je nach Art des Bogens und seinem Griffstück wird der Wurf des Bogens nach dem Lösen mehr oder weniger an die Hand weitergegeben.
- Am Anfang war das Griffstück rund und der Pfeil lag auf dem Zeigefinger. Dies hatte den Vorteil dass der Bogen einfach zu bauen war, aber den Nachteil, dass um den Bogen rum geschossen werden musste. Des Weiteren, wenn der Nockenpunkt zu hoch oder niedrig war, hat der Schütze sich durch die scharfen Federn die Haut vom Zeigefingergelenk geschubbert.
Je nach dem in welchem Kulturkreis der Schütze aufwuchs wird mit dem Pfeil links oder rechts geschossen. Ob Links- oder Rechtshänder ist bei diesem Bogen egal. Je nach Schießart wird der Bogen mit den drei Fingen oder dem Daumen gespannt und gelöst. Für die Daumentechnik (asiatische Reitervölker) wurde ein Daumen-Ring verwendet. - Dem heutigen Langbogen wurde eine schräge Einkerbung einverleibt, damit lag der Pfeil tiefer im Zentrum des Bogens und das Ziel konnte besser anvisiert werden. Der Bogen wird bedingt durch die Schräge der Einkerbung im ca. 30 Grad Winkel gehalten.
- Die modernen Recurve- oder Compound-Bögen besitzen ein ausgefrästes Mittelstück mit bequemen Handstück. Damit sitzt der Pfeil auf der Pfeilauflage ziemlich genau in der Mitte des Bogens der Schütze zielt wohin er zielt.
Diese Mittelstücke können mit diversem Zubehör bestückt werden, das dem Schützen zu mehr Präzision verhelfen soll.
Für den Preis sind das verwendete Material und der Name des Herstellers ausschlaggebend. Am Ende ist das Griffstück eine Geschmacksfrage.
Die Griffstücke gibt es mit Schraub oder Stecksystemen.
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Die Wurfarme sind maßgeblich für das Zuggewicht des Bogens verantwortlich. In ihnen wird die gezogene Energie gespeichert und über die Sehne nach dem Lösen auf den Pfeil übertragen. Ist das Material der Wurfarme alt odergeschädigt kann der Bogen, bzw. der Wurfarm brechen. Nicht ganz ungefährlich.
Meist gibt es einen unteren und einen oberen Wurfarm, wobei der untere Wurfarm geringfügig stärker ist als der obere Arm, bedingt durch das Halten des Mittelstücks.
- Holzbögen werden über das Tillern auf Ihr Zuggewicht und Biegung der Wurfarme getrimmt. Je nach Holzart werden die Wurfarme in der Breite und Dicke geschliffen, bis das gewünschte Zuggewicht erreicht wird. Die Bögen sollten immer entspannt aufbewahrt werden, da die Zugkraft ansonsten abnimmt. Holz ist ein "lebender" Stoff. Des Weiteren müssen diese Bögen gut vor Nässe geschützt werden, da Holz bekanntlich Wasser zieht, weich wird und sich im schlimmsten Fall verformen kann, was zur Zerstörung des Bogens führt.
- Bögen mit Fieberglasarmen, bzw. mit Fieberglas verstärkten Armen bestimmt die äußere Fieberglasschicht die Zugkraft des Bogens. Daher sollte mit den Wurfarmen sorgsamst umgegangen werden, da dem Schützen durch Überziehen oder Verletzung der äußeren Schicht eventuell der Bogen um die Ohren fliegt.
- Moderne Recurve Bögen haben fieberglas- oder carbonverstäkte, bzw. komplett aus Carbon oder Fieberglas hergestellte Wurfarme. Die Arme können je nach Griffstück geschraubt oder gesteckt werden. Die Arme sind weitgehenst witterungsunabhänig und behalten Ihre Zugkraft auch wenn sie gespannt aufbewahrt werden.
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Die Sehne überträgt die in den Wurfarmen gespeicherte Energie des Bogens nach dem Lösen auf den Pfeil und ist insofern sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Zum einen muss sie das Zuggewicht aushalten, zum anderen die Übertragung der Energie auf den Pfeil und zu guter Letzt noch der abrupte Stopp, wenn der Bogen wieder im Ausgangszustand angelangt ist.
Früher wurde die Bogensehne aus Sehnen von Tieren oder Flachs hergestellt. Bei der Vorstellung, dass frühere Kriegsbögen bis zu 130 lbs hatten, zeigt, wie gut die Technik der Sehnenherstellung früher gewesen sein muss.
Heute werden die Bogensehnen aus Kunststoff hergestellt. Dabei werden zwei Sehnentypen unterschieden:
- Flemische Sehne - wird vorwiegend für traditionelle Bögen verwendet
- Endlossehne - wird heute vorwiegend im Recurve und Compoundbereich verwendet.
Der Unterschied:
- Mit der Endlossehne wird ein dünner Kunsstofffaden ca. 16 mal im Viereck gewickelt. Danach werden die Sehnenohren mit einem weiteren Faden umwickelt, danach die Sehnen Enden und die Mittenwicklung.
- Bei der Flemische Sehne werden 8 Stränge vom Kunststofffaden auf die Länge des oberen Sehnenohrs geflochten, danach werden die 8 Stränge gemeinsam auf die erforderliche Länge geflochten am Ende wird das untere Öhrchen eingearbeitet. Danach wird oben, und unten abgewickelt und schließlich noch die Mittenwicklung.
Am Ende ist es reine Geschmacksache welche Sehne der Schütze auf den Bogen spannt, funktionieren tun sie alle gleich.
Nach dem Warmschießen sollte der Sehnenabstand mit einem Checker kontrolliert werden. Sollte der Abstand nicht stimmen kann die Sehne verkürzt werden indem sie eingedreht wird. Dazu löst man ein Ende und dreht es entsprechend im Uhrzeigersinn auf.
2 Umdrehungen entsprechen ungefähr einer Verlängerung des Abstands der Sehne zum Bogen von 1mm. Sollte der Abstand um 1 cm verkürzt werden, wird die Sehne 20x eingedreht.
Aber Achtung: Mit dem Verkürzen der Sehne wird die Vorspannung des Bogens erhöht. Allerdings nicht das Zuggewicht des Bogens. Ich habe bei einer Erhöhung des Bogenabstands von 4 cm eine max. Erhöhung der Zuggewichts bei 29" von 1lbs gemessen, kann also vernachlässigt werden. Es sollte bei der Verkürzung auch unbedingt auf die Arme in der Vorspannung und dem Sound des Bogens nach dem Lösen geachtet werden
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Der Nockenpunkt kann aus einem Messingring bestehen, der mittels einer speziellen Zange festgeklemmt wird, oder der Schütze wickelt die Nocke, etwa mit Zahnseide, selber. Die selber gewickelte Nocke ist leichter, wandert und löst sich nicht. Im Falle eines Falles ist sie schnell aufgewickelt, es wird kein Werkzeug benötigt.
Die Nockenpunte haben eine wichtige Aufgabe:
- Sie geben dem eingenockten Pfeil den richtigen Winkel für den Abschuss, damit die Sehne dem Pfeil die Energie optimal übertragen kann und der Pfeil gerade fliegt.
- (Zudem helfen sie, je nach Einnocktechnik, dem Schützen den Pfeil nach dem Einnocken zu halten, damit dieser nicht runterfallen kann.)
Wird ein Pfeil ohne Befiederung abgeschossen, zeigt sich sehr schnell wie gut der Nockenpunkt markiert wurde.
- Ist der Nockenpunkt zu hoch würde sich der Pfeil nach dem Lösen mit der nach Nocke nach oben drehen und irgendwie im Ziel auftreffen.
- Ist der Nockenpunkt zu niedrig würde sich der Pfeil nach dem Lösen mit der nach Nocke nach oben unten drehen und irgendwie im Ziel auftreffen.
- Ist der Nockenpunkt richtig eingestellt, fliegt der unbefiederte Pfeil wie mit Befiederung gerade ins Ziel.
Für das Einstellen des Nockenpunkts wird ein Checker benötigt. Normalerweise wird nur der obere Nockenpunkt benötigt. Der untere dient wie .o.g. nur der Hilfe für den Schützen, damit der Pfeil nach dem Einnocken nicht runterfallen kann. Wenn die Nocke schon etwas abgenutzt ist, ist der Abstand der beiden Nockenfedern größer und der Pfeil liegt lockerer auf der Sehne.
Für das Einlegen des Pfeils gibt es zwei unterschiedliche Techniken, dies aber im Technikteil.
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Für Bögen ohne eingearbeitete Fenster dient der Pfeilauflage in der Regel die Bogenhand. Ist der Nockenpunkt falsch eingestellt kann der Pfeil die Hand beißen, und schürft mit der Zeit die Haut in Höhe des ersten Zeigefingergelenks ab. Befiederung der Pfeile sollte aus Naturfedern bestehen, da die Federn besser nachgeben.
Traditionelle Bögen mit eingearbeitetem schrägen Fenster werden "on shelf" geschossen, d.h. der Pfeil wird in das Bogenfenster gelegt. Hierfür sind die Auflagen leicht abgeschrägt gearbeitet, damit die Federn geschont werden. Die Bögen sollten nur mit Naturbefiederung geschossen werden, da andere Federn aus Kunststoff nicht nachgeben und kaputt gehen.
Moderne Bögen mit ausgearbeiteten Fenstern können teilweise "On shelf" geschossen werden, meist wird aber eine künstliche Pfeilauflage verwendet, welche mit kurzem Abstand zum Bogenfensterboden montiert oder geklebt wird. Die Pfeilauflage soll die Befiederung vom Bogenfensterboden fernhalten, damit ist es möglich auch Kunststofffedern (Fletches oder Spinwings) zu verwenden und der Pfeil wird ruhiger ohne Störung abgeschossen.
Die Pfeilauflagen bestehen aus Plastik oder Metall mit Magneten. Die einfachen Plastik- oder Metallauflagen werden aufgeklebt. Speziellere Metall-Pfeilauflagen mit Magnethalterungen werden teilweise geklebt oder verschraubt. Die Magnethalterung hat die Funktion nach dem Lösen des Pfeils der vorbeistreifenden Feder nachzugeben, damit der Pfeil noch ruhiger vom Bogen wegfliegt.
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Der Button ist ein Zubehör für Griffstücke mit herausgearbeiteten Bogenfenstern, also modernen Bögen, und wird in Höhe der Pfeilauflage eingeschraubt.
Er dient dem Ausgleich/Tuning des Pfeilabschusses. Jeder Pfeil hat einen Spinnwert, d.h. der Pfeil verbiegt sich nach dem Lösen. Ist der Pfeil nun nicht 100%ig auf den Bogen abgestimmt, können mit dem Button zwei Dinge eingestellt werden.
- Abstand Pfeil zum Bogenfenster
- Nachgeben des Buttonpunkts wenn der Pfeil nach dem Lösen vorbeistreift.
Bei einem optimal auf den Bogen abgestimmten Pfeil verbiegt sich der Pfeil genau soviel, das er sich um den Bogen biegt und nach dem "Ausschwanzeln" genau dort auftrifft, wohin der Pfeil über Nocke-Spitze gezeigt hat. Ist dies nicht der Fall, könnte der Bogen für den Pfeil getuned werden, damit die Fehler bis zu einem gewissen Grad optimiert werden können.
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Der Klicker ist ein Zubehör für Griffstücke mit herausgearbeiteten Bogenfenstern, also modernen Bögen, und wird in Höhe der Visierhalterung eingeschraubt.
Die Aufgabe des Klickers ist es den Auszug des Schützen zu optimieren, sprich der Auszug soll immer gleich weit sein. Hört der Schütze den Klicker ist dieser Klick das Zeichen für den Schützen zum Lösen.
Nachteil: Wird zu früh mit dem Klicker angefangen, versaut sich der Schütze seine natürliche Technik, da er nur noch auf den Klicker hört.
Aber, wie so oft, am Ende ist es reine Geschmacksache und will der Schütze ganz vorne mitschiessen, wird er nicht an diesem Teil vorbeikommen. 90 m sind eine lange Strecke ins Gold.
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Stabilisatoren sind zusätzliche Gewichte. Die Gewichte sind ein Zubehör für Griffstücke mit herausgearbeiteten Bogenfenstern, also modernen Bögen, und werden in Höhe der Wurfarme und dem Handgriff eingeschraubt.
Der Bogen soll locker in der Bogenhand liegen. Wird der Pfeil gelöst und der Bogen wird nach vorne, hinten oder zur Seite geworfen, evtl. weil der Schütze nicht wirklich super locker hält, sollen die Gewichte dieses Verwerfen des Bogens unterdrücken, damit der Pfeil ohne Irritationen vom Bogen wegfliegen kann.
Teilweise sehen die Bögen aus wie Igel.
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Das Visier ist ein Hilfsmittel ein Ziel mittels einer Markierung besser Anvisieren zu können. Heutige Visiere werden an moderne Griffstücke montiert und können sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Höhe verändert werden.
Einfache Visiere können auch mittels Markierungen am Bogenfenster angebracht werden, um das Ziel für bestimmte Entfernungen leichter anpeilen zu können.
Nachteil: Wird zu früh mit dem Visier angefangen lernt der Schütze die Auge-Hand Koordination über das Gehirn nicht.
Aber, Geschmacksache. Wer vorne mitschiessen will, benötigt das Visier. Allerdings ersetzt das Visier die Technik nicht. Hat der Schütze eine schlechte Technik, nützt auch das beste Visier nichts.
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